Der sechsundzwanzigste Lebenstanz

in Südfrankreich
Freitag, 27. Juli – Samstag, 4. August 2018

Wir tanzen während drei Tagen zum Lebenstanzbaum, zu einer alten Eiche. Wir tanzen für die Heilung von Grossmutter Erde und dafür, dass wir Menschen lernen, im Einklang mit ihr zu leben. Wir tanzen für Frieden und dafür, dass Frauen und Männer, alle Rassen, Kulturen und Religionen in Achtung und Schönheit zusammenkommen und voneinander lernen können. Wir tanzen für uns selbst, für unsere Freunde, Familien, Ahnen und für alle, die wir lieben.

Verschiedene Trommler- und Sängergruppen unterstützen die TänzerInnen während Stunden. Sie haben das ganze Jahr hindurch geübt und sich auf den Lebenstanz vorbereitet. Sie singen Lieder aus vielen Kulturen, meist aber indianische Lieder. Der Rhythmus der grossen Trommel trägt die TänzerInnen von ihrem Träumerplatz zur Eiche und wieder zurück zu ihrem Träumerplatz, immer vor und zurück, vor und zurück. Dazu pfeifen die TänzerInnen auf ihren Knochenpfeifen und die schrillen, hohen Töne zerschneiden die Luft und vermischen sich mit den Liedern und der Trommel. Wenn die TänzerInnen müde oder erschöpft sind, legen sie sich in ihren Träumerunterstand, ruhen sich aus und werden von der Trommel, den Liedern und den Pfeifen in den Traum begleitet.

Das alles ist nur möglich wegen einer dritten Gruppe von Menschen, die die ganze alltägliche Basis der Zeremonie aufrechterhält, den HüterInnen. Sie hüten das Kinderfeuer auf dem Altar im Osten, füllen kühles Wasser im Wasserheiligtum nach, bei starken Gewittern graben sie Wassergräben und streuen Stroh für die Tänzer. Kurz gesagt, sie sind da, wenn Vorhersehbares gebraucht und vor allem, wenn Unvorhersehbares benötigt wird.

Die Vorbereitung der Zeremonie dauert vier Tage. Es werden Versammlungszelte aufgestellt, Wasch- und Toilettenanlagen gebaut und eine Küche eingerichtet. Und natürlich wird der Tanzplatz errichtet. Das ist eine einfache, aber ziemlich aufwendig zu bauende alchemische Struktur, um dem Platz die Energien der Erde, der Sonne, des Mondes und der Sterne optimal zuzuführen. Ausserhalb des Tanzplatzes, im Süden, wird ein Wasserheiligtum erstellt, für all jene TänzerInnen, die während der Zeremonie trinken. Die Träumerunterstände werden abgedeckt, um gegen Sonne und Regen etwas Schutz zu bieten. Und der Altar und das Eingangstor werden geschmückt und für die Zeremonie vorbereitet.

Vier Schwitzhütten mit einem gemeinsamen Feuer in der Mitte sind schon vorher auf dem Schwitzhüttenplatz gebaut worden. Am Abend gehen alle in eine Schwitzhütte, um zu beten, sich zu reinigen und sich auf den Tanz vorzubereiten, das sind mehrere Schwitzhüttenzeremonien vor, während und nach dem Tanz.

Der Lebenstanz ist ein Tanz zur Feier des Lebens, ein Tanz um zu beten, zu danken, zu träumen und Visionen zu haben. Aber vor allem ist es ein Tanz der Freude und der Schönheit, die sich auf allen Gesichtern widerspiegeln und die wie Sternenlicht aus allen Augen leuchtet. Es spielt keine Rolle, ob du als HüterIn, SängerIn oder TänzerIn teilnimmst, alle Menschen sind nach dem Lebenstanz sehr glücklich und haben ihre Energie und Liebe in die gemeinsame Zeremonie gegeben.

Der Lebenstanz ist für alle offen, und es braucht keine speziellen Vorkenntnisse. Die neue Ausschreibung und das Infoheft zum Lebenstanz können mit dem Anmeldetalon bestellt werden. Natürlich geben wir gerne Auskunft, wann und wo die Singgruppen üben.

 

DIE MAGISCHE MESA
Freitag, 27.-29. April 2018

Die Magische Mesa ist offen für Menschen, die sich mit dem Lebenstanz stark verbunden fühlen und interessiert sind, an den Qualitäten des 26. Tanzes und den Ideen für das Sandbild mitzuträumen.

Verantwortlich für den Lebenstanz und die Magische Mesa ist Beyond – Vereinigung für individuelles Wachstum und kollektive Evolution.